Christoph Sackerer: Vom Frontalvortrag zum partizipativen Entwicklungsgespräch

Christoph Sackerer 
Creative Partner, systemischer Coach (TOPS)

Vom Frontalvortrag zum partizipativen Entwicklungsgespräch.

Mit dem Übergang in die Führung eines Unternehmens hat sich mein Aufgabenfeld enorm verändert und erweitert. Jahrzehntelang eingefahrene Erfolgsrezepte, Arbeitsroutinen und -muster haben auf einmal deutlich mehr Probleme als gute Ergebnisse hervorgebracht. Um den neuen Anforderungen besser gerecht zu werden, waren Weiterbildung und Weiterentwicklung unumgänglich. Lösung und Lust zugleich war es, nicht die Unterstützung eines Coaches in Anspruch zu nehmen, sondern selbst systemischer Coach zu werden.

Als Copywriter und Creative Director mit über 20 Jahren internationaler Berufserfahrung bin ich heute Inhaber und Creative Partner eines hochspezialisierten Büros für Markenaktivierung. Berufsbild und Geschäftsidee hinter meiner Agentur verlangen weit mehr von mir, als nur, wie von früher gewohnt, ausgezeichnete Ideen zu entwickeln und sie meinem Publikum in einem Frontalvortrag zu präsentieren.

Geprägt von der „Alles-oder-Nichts-Kultur“ in Werbeagenturen bin ich daher immer öfter an meine Grenzen gestoßen. Denn neben fachlicher Kompetenz geht es jetzt vor allem um Teambildung, -führung und -strukturierung sowie um Kundenführung und die Unterstützung selbiger bei der Implementierung neuer Kommunikationsansätze in ihrer Organisation. Horizontal wie vertikal.

Darum – und, ok, meiner persönlichen Neugierde rund um das Thema zwischenmenschliche Kommunikation folgend – habe ich beschlossen, mich im Hinblick auf gruppendynamische Prozesse und Alternativen zur klassischen Form der Beratung zum systemischen Coach weiterzubilden.

Im Vorfeld habe ich mir dazu eine Bandbreite an Anbietern angeschaut: auf Hochglanz polierte Business Coaching Institute genauso, wie sehr idealistisch anmutende Institutionen, im sozialen Bereich. Alles in allem erschien mir das Angebot sehr unübersichtlich.

Weder Schein noch Preis waren bei der Entscheidungsfindung hilfreich. Denn letztendlich habe ich mich aus mehrerlei guten Gründen für die Weiterbildung bei TOPS entschieden: Das berufsbegleitende Konzept, die Kompetenz der Trainerinnen und Trainer und vor allem die bewusst heterogene Gruppenbildung waren für mich ausschlaggebend.

So konnte ich, parallel zu Gruppendynamik und Systemtheorie, während der gesamten Ausbildung Menschen aus anderen Organisationskulturen und mit völlig anderen Hintergründen, Werten und Vorstellungen kennen lernen. Für meine Menschenkenntnis und das Verstehen von kontextgeprägten Verhaltensweisen ein unermesslicher Erfahrungsschatz.

Und dadurch, dass ich schon während der Weiterbildung professionell begleitet als Coach aktiv werden konnte, habe ich mich nicht nur theoretisch weitergebildet, sondern mich vor allem praktisch zum systemisch arbeitenden Coach weiterentwickelt. Was neben dem Agentur-Alltag zur spannenden Bereicherung meines Berufslebens geworden ist. Ja, sogar die Kombination beider Aufgabenbereiche ist gelungen:

Als systemischer Coach kann ich heute eine wertvolle Ergänzung zum Portfolio meiner Agentur beitragen. In Form von Coaching-Gesprächen begleite ich Gründer, Selbstständige und Einzelunternehmer bei ersten Schritten in der Welt der Markenbildung und Werbung. Und größeren Kunden biete ich statt pompöser Frontalvorträge wenn möglich partizipative Entwicklungsgespräche. Also den nötigen Raum für die gemeinsame Arbeit aller Beteiligter an den kommunikativen Zielen ihres Vorhabens.

Christoph Sackerer, https://branda.works

 



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